Eurokrise

Bald kann den Griechen niemand mehr helfen

Finanzkrise, Eurokrise = Dauerkrise? Jeden Tag eine neue Meldung.
Eine neue Regierung gilt es offensichtlich nicht zu bilden, sondern zu verhindern. Während die einen im gebeutelten Griechenland dem Vier-Parteien-Bündnis in der Hauptstadt Athen entgegen sahen und mit viel Optimismus den Traum nach einer stabilen Regierung kundgaben, verbreitet sich auch in Deutschland abermals das Bedürfnis eines Euro-Austritts. Währungsgemeinschaft hin oder her; das derzeitige Griechenland schafft keinen Neustart und das ist nicht zuletzt der Einstellung seiner Bürger zu verdanken. Mein Großvater sagte immer: “Wer will, der kann!” Dem ist wenig hinzuzufügen, denn es spricht momentan alles für die Prophezeiung, dass die Euro-Krise mit einem Land wie Griechenland nicht mehr aufzuhalten oder zu beenden ist.
Finanzkrise in EuropaImmerhin geben Experten an, dass die Euro-Krise uns Deutsche bis zu 1 Billion Euro kosten könnte. Und dies ist eine Schätzung basierend auf den bisher bekannten Tatsachen. Man mag sich nicht ausmalen, welche Summen Fachleute errechnen könnten, wenn – wie so oft – weitere Tatsachen der Misswirtschaft in Griechenland an die Öffentlichkeit gelangen. In Griechenland wurden bereits mehr als 80 Milliarden Euro liegen gelassen! Eine Besserung, ein Fortschritt oder ein Licht am Ende des Weges konnte jedoch bis heute nicht verzeichnet werden. Den Haftungsumfang, der auf unter anderem auch auf Deutschland zukommen könnte liegt bei einem Vielfachen und ist daher klein Vergleich zu dem bisher Investierten.
Die Griechen nehmen die Sache offensichtlich sportlich und joggen in die Filialen der Banken des Landes mit nur einem Ziel: Geld abheben. So viel Geld wie in den letzten Tagen und Wochen aus dem griechischen Banksystem entnommen wurde, bringt Griechenland dem tatsächlichen Bankrott wieder gefährlich nah. Dabei war schon lange bekannt, dass diese Gefahr eine konkrete und nicht nur eine abstrakte ist. Warnungen hat es von Spezialisten zwar gegeben. Ernst genommen wurden diese offensichtlich nicht, denn ein aktives Gegensteuern ist bis heute nicht ersichtlich.
Finanzen, Schulden, Griechenland
Die Griechen haben schlicht Angst. Angst vor der Zukunft und insbesondere vor einem Austritt aus der Währungsunion. Medien berichten über Geldabflüsse von über 700 Millionen Euro. Wohin das Geld gebracht wird, ist klar: Vom Sparstrumpf über Investitionen in Konsumgüter bis hin zum “Verschiffen” in andere Länder ist jede Art der Geldverwendung denkbar, solange es nur nicht dem griechischen Staat zufällt.
Und weil die Konsequenzen dem einzelnen Griechen nicht klar sind und es ihnen auch niemand erklären kann, werden die Bürger in diesem Land irgendwann in derart Panik geraten, dass wir alle nicht mehr in der Lage sein werden, den Griechen zu helfen.

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